SANDY

Stillleben, eine interaktive Rauminstallation und konzeptionelle Lichtporträts. Alles über die Fragen: "Wie absurd ist Luxus? Wie schön kann Absurdität sein?" Ein tiefgreifendes Projekt über natürliche Ressourcen und deren Ausbeutung zur Nutzung von einem Hauch von Nichts.

Plastikverbrauch, Fleischkonsum und Kraftstoffverbrauch treten dominierend als Assoziationen auf,
wenn man in der heutigen Zeit auf den Begriff „Nachhaltigkeit“ trifft.
Im Raumkonzept Sandy Reflections begegnen die Betrachter*innen einer ungehörten und verschleierten Weltkrise.
Eine steigende Ressourcenknappheit, bei der ein stiller und schleichender Krieg zwischen
Mensch und Natur bereits vor langer Zeit ausgebrochen ist: der Verbrauch von Sand.

Mini Fact:
Der Mensch verbraucht Sand vorwiegend für den Straßenbau (bis zu 300.000 Tonnen Sand
auf 1 km Autobahn), Gebäudebau (66% Sand für Beton) und zur Glasherstellung (besteht bis zu 75% Sand).

Eine reguläre Parfümflasche umfasst zwischen 30-100ml Volumen,
ein unausgeglichenes Verhältnis zwischen Inhalt und Flasche.
Während Verbraucher*innen ungern Produkte erwerben, bei denen
die Verpackung doppelt oder dreifach mal schwerer wiegt als der dazugehörige
Inhalt selbst, kaufen sie allerdings Parfümflacons, ohne dies je zu hinterfragen.
Ein Luxussymbol, welches wir auf unserer Haut tragen und ein purer
Ästhetikgegenstand, welcher in viele Fällen lange im Schrank aufbewahrt wird,
selbst nachdem dieser bereits aufgebraucht wurde.
Für SANDY REFLECTIONS wurden 83 leere und ungebrauchte Flacons gesammelt
und als Hauptgegenstand inszeniert. Die Betrachter*innen können durch
interaktive Elemente die Flaschen selbst „reflektieren“ und damit den Raum
beleuchten bzw. dimmen. Die Reflektionen stellen eine Visualisierung des Genusses
des jeweiligen Parfüms selbst dar. Bei Näherkommen der Flacons wird ein Flackern ausgelöst,
eine Versinnbildlichung der Unnahbarkeit oder Ignoranz der
gesamten Sand-Problematik und der weitreichenden Nachhaltigkeitsfrage.
Die Besucher*innen können somit eine simulierte „Komfortzone“ betreten, bei der man
selbst entscheiden kann, wie nah man an die unangenehmen Probleme herangehen möchte.

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